Entstanden durch das Problem, dass die eigenen Kinder keine Möglichkeit hatten, in so jungen Jahren zu reiten, entstand die Idee des Reitkindergartens. Dabei ist das Lachen und die Freude der Kinder jede Woche eine neue Motivation.


Wir haben es uns zum Ziel gemacht, kleinen Kindern ab einem Alter von drei
Jahren die Basics im Umgang mit dem Pferd, der Pflege und dem Reiten näher zu bringen.

 

Einmal die Woche haben wir hier für einen Termin gefunden, um wenigstens ein paar kleinen Kindern diese Möglichkeit zu bieten.

Besonders wichtig ist uns, dass die Kleinen die Vierbeiner nicht als
Sportgeräte sehen, sondern ein Miteinander mit dem Partner Pferd anstrebe
n.

Als erstes findet der Beziehungsaufbau zum Pony statt.
Die Kinder fassen in der Regel schnell Vertrauen zum "Lebewesen Pferd".
Sie verstehen seine Bedürfnisse,
sein Verhalten und wollen Verantwortung übernehmen.
Egal ob es um das Putzen, das Einstreuen
oder das Futter vorbereiten geht.
Selbst beim Ausmisten der Box sind sie mit größter Begeisterung dabei.


Meist kümmern sich zwei Kinder um ein Pferd. Gemeinsam helfen sie sich bei den ersten Versuchen "ihrem" Pony
die Hufe auszukratzen oder auch aufzutrensen.
Hier steht selbstverständlich ein Erwachsener dabei, um
wertvolle Tipps zu geben oder auch notfalls eingreifen zu können.

Obwohl das Reiten bei uns nicht an erster Stelle steht, soll es doch nicht zu kurz kommen.
Wer bei uns aber eine Reitstunde von 45 Minuten erwartet, ist fehl am Platz.
Kinder im Alter von z.B. 5-7 Jahren können sich im Durchschnitt 15 Minuten konzentrieren, und dem wollen wir auch Rechnung tragen.

In diesem Alter soll reiten vor allem Spaß machen.

Daher werden die Reitstunden spielerisch gestaltet.
Wir orientieren uns an den englischen Ponyclubs.
Das Konzept "Pony Club" ist eine gelungene Verbindung von Lernen und Spaß und
fördert sowohl das reiterliche Können, als auch soziale Kompetenz. Wer
reitet wann und auf welchem Pferd? Kooperation in der Gruppe ist ein großer
Bestandteil des Reitkindergartens.

Selbstverständlich legen wir auch beim Reiten
größten Wert auf Sicherheit.
Alle Kindersättel sind mit Sicherheitssteigbügeln ausgestattet.
Auch sonst machen wir uns viel Gedanken
über die Ausrüstung unserer Pferde.
So verzichten wir bewusst auf Sperrriemen.
Auch ohne diese gibt es bei uns keine aufgerissenen Pferdemäuler,
da die kleinen Reitschüler von Anfang an lernen mit weicher Hand zu reiten.

Durch Reiten ohne Sattel, Ausritte, Ponyspiele, den Schrittparcours, reiten
über Stangen und an der Longe wird ein ausbalancierter, geschmeidiger Sitz
gefördert. Unsere Ponys tragen übrigens bei all dem keine Hilfszügel.

Stumpfe Kommandos, wie beispielsweise "Haken runter" oder "gerade sitzen"
sind uns fremd. Wir passen lieber auf, dass keine Krokodile in die kleinen
Zehen beißen oder pflücken Äpfel vom Himmel.
Kinder haben so viel Phantasie, man muss sich nur die Zeit nehmen zu zuhören.

Die Kinder werden in keiner festgefahrenen Reitweise unterrichtet. Sie erhalten
bei uns einen wichtigen Grundstein auf dem sie aufbauen können. Egal ob sie
sich später für die z.B. Englisch-, Western- oder Barockreiterei
entscheiden.

Glaubst Du, Du bist noch zu klein um große Fragen zu stellen?
Dann kriegen die Großen Dich klein, noch bevor Du groß genug bist.
(Erich Fried)


 

 



 

 

 

 

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